Seit Jahren werden E-Autos von der EU als „klimaneutral“ eingestuft und den Menschen als absolute Klimaretter-Lösung verkauft. Aber sind E-Autos denn wirklich „klimaneutral“ wie in der EU‑Klimaverordnung 2019/631 festgeschrieben wurde?
Natürlich nicht – außer man wendet zur Bewertung allein die bisherige Messmethode der EU an, bei der die CO2-Emissionen ausschließlich am Auspuff in Form von Abgasen gemessen werden.
Und wie wir alle wissen: E-Autos haben keinen Auspuff!
Die neue Studie der Technischen Universität München (TUM) mit dem Titel „Defossilisation statt Dekarbonisation“ stellt diese exklusive EU-Betrachtungsweise des E-Autos infrage und fordert auf, den gesamten Lebenszyklus eines E-Autos bei der Bewertung des CO2-Fußabdrucks heranzuziehen.
Der Blick auf den Auspuff allein erzählt nicht die ganze Geschichte
Entscheidend ist, welche Treibhausgasemissionen ein Fahrzeug insgesamt verursacht – von der Gewinnung der Rohstoffe über Produktion und Energiebereitstellung bis hin zu Nutzung und Recycling.
Deshalb sollte aus unserer Sicht für alle Antriebsarten und Kraftstoffe derselbe Maßstab gelten. Nur eine transparente Betrachtung des gesamten Lebenszyklus ermöglicht einen nachvollziehbaren Vergleich zwischen batterieelektrischen Fahrzeugen, eFuels und weiteren Optionen.
Dabei gilt auch für eFuels: Ihre Treibhausgasbilanz ist nicht pauschal festgelegt. Sie wird unter anderem davon beeinflusst, welche Energie eingesetzt wird, woher das verwendete CO₂ stammt und wie Herstellung sowie Transport erfolgen.