"Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen"

Los geht´s!

Aktuelles zum Thema e-Fuels

Newsfeed: efuel-today.com
  • Gipfelstürmer mit Synfuel – So wird Luxus nachhaltig
    am Juni 13, 2021

    Bentley will erstmals bei einem legendären Bergrennen in Colorado (USA) mit synthetischem Biosprit den Sieg einfahren. Dabei geht es der britischen Luxusmarke nicht nur um... Der Beitrag Gipfelstürmer mit Synfuel – So wird Luxus nachhaltig […]

  • Bundesverkehrsministerium (BMVI) fördert Entwicklung von E-Fuels
    am Mai 29, 2021

    Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) möchte zukünftig die Entwicklung von erneuerbaren Kraftstoffen mit insgesamt 640 Millionen Euro fördern. Der Fokus soll hierbei... Der Beitrag Bundesverkehrsministerium (BMVI) […]

  • Firma Knittel aus Fulda will E-Fuels an die Zapfsäule bringen
    am Mai 20, 2021

    Der Energiedienstleiter Knittel aus Osthessen möchte zukünftig in die Vermarktung von alternativen Kraftstoffen (sog. E-Fuels) einsteigen. Mithilfe von mehreren Tanks für verschiedene Mischungsvarianten von E-Fuels... Der Beitrag Firma Knittel […]

  • E-Fuels oder E-Mobility – wir brauchen beide!
    am Mai 19, 2021

    Wir sprechen mit Dr. Mark Warnecke, Dreifach- Schwimmweltmeister über 50 und 100 Meter Brustschwimmen, Arzt, Unternehmer und Autoliebhaber. Er besitzt sowohl Autos mit Verbrennungs-, als... Der Beitrag E-Fuels oder E-Mobility – wir brauchen […]

  • Siemens baut E-Fuel Werk in Chile
    am März 27, 2021

    Siemens Energy, ein eigenständiges Tochterunternehmen aus dem Siemens-Konzern, soll zusammen mit dem Deutschen Energieministerium und dem Sportwagenbauer Porsche ein E-Fuels Werk in Chile in Betrieb... Der Beitrag Siemens baut E-Fuel Werk in Chile […]

  • Herstellung der E-Fuels benötigt viel CO2
    am März 3, 2021

    E-Fuels sind die Zukunft der Verbrennungsmotoren. Auch wenn sich die Strategie in der Automobilbranche zunehmend in Richtung Elektromobilität und batteriebetriebener Fahrzeuge entwickelt, können auch Verbrennungsmotoren... Der Beitrag Herstellung […]

  • Darum ist eFUEL-TODAY so relevant für unsere Mobilität
    am März 2, 2021

    Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Wenn wir auch in Zukunft unsere Mobilität weiterhin so frei und unabhängig gestalten wollen, brauchen wir... Der Beitrag Darum ist eFUEL-TODAY so relevant für unsere […]

  • FIA entwickelt für Tests eigenen synthetischen Kraftstoff
    am Februar 23, 2021

    Die FIA (Federation Internationale de l’Automobile) hat für den Einsatz in der Formel 1 einen eigenen nachhaltig hergestellten Kraftstoff entwickelt.  Produziert wird dieser aus den... Der Beitrag FIA entwickelt für Tests eigenen synthetischen […]

Klimaneutrale Mobilität der Zukunft:

e-Fuels - der Game Changer in der Mobilität.

e-Fuels sind ein wichtiger Bestandteil der Mobilität von morgen. Es handelt sich um synthetisch und klimaneutral hergestellte Kraftstoffe. Sie sind eine sinnvolle Ergänzung in dem Energiemix der Zukunft, der aus Wasserstoff, Elektromobilität und e-Fuels bestehen wird. Wasserstoff und Elektromobilität allein sind laut der Ansicht vieler Experten nicht ausreichend, um einen nachhaltigen und klimaneutralen Straßenverkehr zu ermöglichen. Bislang ist das Wissen über e-Fuels noch nicht weit verbreitet. Wir gehen den wichtigsten Fragen zu dem Thema nach.

Es gibt unterschiedliche synthetische Kraftstoffe, die nicht aus Erdöl gewonnen werden. Zu ihnen zählen auch die sogenannten e-Fuels. e-Fuels werden aus Wasser hergestellt und können durch die Produktion mit erneuerbarer Energie  bis zu 100% klimaneutral entwickelt werden.

Bei e-Fuels wird Wasser durch den Einsatz erneuerbaren Stroms umgewandelt in Wasserstoff. Das Verfahren kennt man aus dem Physikunterricht als Elektrolyse. In einem weiteren Schritt wird der Luft das Treibhausgas CO2 entnommen und mit dem Wasserstoff in einen neuen flüssigen Energieträger umgewandelt. Es entsteht ein sogenannter „synthetischer“ Kohlenwasserstoff“.

Weil die Elektrizität bei der Produktion eine wichtige Rolle einnimmt, werden sie im Englischen als electrofuels bezeichnet. Davon leitet sich der Begriff e-Fuels ab. Das gesamte Verfahren heißt auch Power-to-Liquid (genannt PtL). Der Strom kann aus erneuerbaren Quellen, wie bspw. der Windkraft oder aus Solarenergie, gewonnen werden. Sowohl die Inhaltsstoffe als auch die Produktion beruhen damit in erster Linie auf dem Einsatz natürlicher und regenerativer Komponenten. Somit sind e-Fuels in vollem Umfang zukunftstauglich: sie sind klimaneutral!

Mit dem Klimaabkommen von Paris aus dem Jahr 2015 haben sich 195 Staaten dem Ziel verpflichtet, der durch den Menschen verursachten Erderwärmung entgegenzuwirken. Der gemeinsame Vertrag sieht vor, dass eine Erwärmung von weniger als zwei Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit angestrebt wird. Im besten Fall soll sogar die Marke von 1,5 Grad Celsius unterschritten werden. Es gibt verschiedene Bereiche, in denen technische Verbesserungen umgesetzt werden sollen, damit das Ziel erreicht wird. Betroffen sind unter anderem die Stromerzeugung, zahlreiche Industriebranchen sowie der Verkehrssektor.

Es existieren wissenschaftliche Berechnungen, unter welchen Voraussetzungen das Klimaziel erreicht werden kann. Sie basieren auf einem festen Budget an CO2-Emissionen, die in jedem Fall einzuhalten sind. Fest steht, dass der aktuelle weltweite Verbrauch an Rohstoffen und bisherigen Energieträgern nicht mit diesen Zielen in Einklang zu bringen sind. Es sind moderne und innovative Technologien erforderlich, die umweltschonend sind und in einem größeren Umfang auf die Verwendung erneuerbarer Energien aufbauen.

Daran setzt die Produktion von e-Fuels an. Die Entwicklung industrieller Anlagen ist bereits sehr weit fortgeschritten. So bauen bspw. Porsche & Siemens in Chile eine Anlage, die ab 2026 jährlich 550 Mio. Liter e-Fuels produzieren soll. Mit der Erprobung und der Produktion größerer Mengen werden die Herstellungsverfahren in der Regel immer effizienter und massentauglicher.

Aktuell erleben Elektroautos einen Aufwärtstrend. Durch eine breite Förderung wird Verbrauchern der Kauf schmackhaft gemacht. Zum Zwecke einer umweltschonenden Mobilität kaufen Autofahrer ein neues E-Fahrzeug, das zwar im Betrieb lokal weitestgehend CO2-neutral fährt, aber in der Produktion und dem Recycling der Batterie große Mengen CO2 emittiert. In einer Life – Cycle Betrachtung sind batterieelektrische Fahrzeuge somit alles andere als klimaneutral. Aber durch die aktuellen Subventionen erscheint der Kauf eines E-Autos lukrativ; es findet also auf mehreren Ebenen eine Verschwendung statt.

Wasserstoffautos werden mit Wasserstoff betankt. Brennstoffzellen gewinnen aus diesem mittels Elektrolyse Strom zum Betrieb des Fahrzeugs. Der Verbraucher muss auch diese Fahrzeuge zusätzlich anschaffen. Hinzu kommt, dass für beide Antriebsarten bisher keine geeignete flächendeckende Infrastruktur besteht.

Der Einsatz von e-Fuels ist deutlich unkomplizierter und im Alltag einfacher umsetzbar. Haben die neuen synthetischen Kraftstoffe ihre Marktreife erlangt, können sie einfach an einer Tankstelle getankt werden. Dabei kann das bestehende und engmaschige Tankstellennetz genutzt werden. Es müssen also nicht wie für die Elektromobilität & Wasserstoffautos zusätzlich weltweite Ladepunkte errichtet werden.

Der Start in eine klimaneutrale Mobilität mit e-Fuels ist leicht umzusetzen: e-Fuels können schon jetzt in heutige Verbrennerfahrzeuge getankt werden. Für den Verbraucher ändert sich bei der Umstellung nichts, außer, dass er einen anderen Energieträger verwendet, der weitestgehend CO2-neutral ist. Bei der Herstellung wird in etwa so viel Kohlenstoffdioxid gebunden, wie bei der Verbrennung anschließend wieder freigesetzt wird.

Der ökologische Fußabdruck im Fahrbetrieb wird somit auf ein Minimum reduziert. Aus ökologischer Sicht ist auch wichtig zu wissen, dass der Ausstoß von Ruß bei weitem nicht so hoch ist wie bspw. bei einem herkömmlichen Auto, das fossilen Kraftstoff aus Erdöl tankt.

Ein großer weiterer Vorteil ist, dass e-Fuels Erdöl in vielen unterschiedlichen Bereichen ersetzen können. Es können nicht nur PKWs, sondern auch Lastwagen, Flugzeuge, Personen- und Güterzüge und sogar Schiffe mit synthetischem Benzin & Diesel betrieben werden. Darüber hinaus wird es möglich sein, mit e-Fuels zu heizen. Sie sind ein vollumfänglicher Ersatz für konventionelle fossile Kraftstoffe und Heizöl.

Aktuell ist es noch nicht möglich, flächendeckend reine eFuels zu tanken. Bis es so weit ist, werden sicherlich noch ein paar Jahre vergehen. Allerdings sind bereits wichtige Meilensteine auf den Weg gebracht worden. Ab 2022 wird es bereits an einigen Tankstellen möglich sein, Kraftstoffe zu kaufen, denen e-Fuels beigemischt sind. Der Anteil des synthetischen Kraftstoffs kann nach aktueller DIN bis zu 20% betragen. Es ist geplant, das Verhältnis künftig immer weiter zugunsten der e-Fuels zu verändern, sodass der Treibstoff nach einigen Jahren entweder größtenteils oder sogar vollständig aus ihm besteht.

Wie unproblematisch der Umstieg von einem fossilen Benzin zu einem e-Fuel sein kann, will der Motorsport zeigen. Er war in der Vergangenheit immer wieder ein Testfeld, um neue Technologien zu erproben und weiterzuentwickeln, ehe sie in die Serienproduktion übergehen. So will die Formel 1 ab 2023 vollständig auf den Einsatz von e-Fuels setzen. Das Besondere: Die Motoren werden zunächst für den Einsatz von Benzin entworfen, denn sie werden bereits in der Saison 2022 eingesetzt. Von einer auf die andere Saison wird der Betriebsstoff geändert. Anpassungen des Motors ist per Reglement untersagt. Daran erkennt man die unkomplizierte Umstiegsmöglichkeit von bisherigen fossilen Kraftstoffen auf e-Fuels.

Aktuell werden e-Fuels noch in sehr kleinen Mengen produziert. Das ist sehr aufwendig. Wie teuer ein Liter eines e-Fuels ist, hängt auch von den unterschiedlichen Verfahren und Skalierungen ab. Dieser Wert wäre ohnehin nur schwer mit dem Preis eines marktreifen e-Fuels in einigen Jahren vergleichbar. Der Herstellungspreis könnte bald laut aktuellen Studien zwischen 0,80 Cent und 1,20 Euro pro Liter liegen. Die Bundesregierung hat angekündigt, zukünftig nicht nur andere Energieträger, sondern auch e-Fuels zu subventionieren. So können Verbraucher CO2-neutrale Kraftstoffe zu einem angemessenen Preis bald erwerben. 

Bezüglich des Preises müssen zwei Dinge beachtet werden: Je erfahrener die Industrie bei der Produktion synthetischer Kraftstoffe ist, desto eher lassen sich die Kosten für die Herstellung reduzieren. Es ist davon auszugehen, dass die Preise langfristig stark sinken. Das ist bei konventionellen Kraftstoffen vermutlich nicht der Fall. Die immer geringer werdenden Vorkommen an Erdöl könnten den Preis von Diesel und Benzin in den kommenden Jahren weiter steigen lassen.

Die Produktion von e-Fuels ist geografisch nicht beschränkt. Auch bei uns in Deutschland können sie hergestellt werden, da die notwendigen Ressourcen verfügbar sind. Das ist natürlich ein entscheidender Vorteil im Vergleich zu Kraftstoffen, die aus Erdöl gewonnen werden. In großen Mengen ist das Erdöl ausschließlich in fernen Ländern verfügbar. Das Rohöl muss in die verschiedenen geografischen Märkte gebracht werden, was lange dauert und hohe Kosten verursacht. Um den Weltbedarf an grüner Energie zu decken, sollten langfristig e-Fuels aber in sonnen- und windreichen Regionen produziert werden.

Die deutsche Industrie treibt die Entwicklung von e-Fuels schon jetzt voran. Neben dem Sportwagenbauer Porsche, der die Vorreiterrolle innerhalb des Volkswagen-Konzerns einnimmt, hat sich unter anderem Siemens einem gemeinsamen Pilotprojekt zur Entwicklung CO2-neutralen synthetischen Kraftstoffes angeschlossen.

Gibt es eine dezentrale Produktion synthetischer Kraftstoffe in einer Vielzahl unterschiedlicher Länder, könnte dies zu einem neuen Gefüge auf dem Weltmarkt führen. Schließlich sind die Länder dann bei der Beschaffung ihrer Energieträger nicht mehr von den ÖPEC-Staaten allein abhängig.

Vorteile von e-fuels

1
Schon heutige Verbrennerfahrzeuge können e-Fuels tanken
2
Bestehende Infrastruktur & Logistik (bspw. Tankstellennetz) können genutzt werden
3
Vollumfänglicher Ersatz fossiler, konventioneller Kraftstoffe & Heizöl.
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