Kann ausgerechnet das Militär jetzt zum Game Changer für eFuels werden?
Mit dieser Frage setzt sich Dr. Dirk Janssen, Corporate-/Private-Equity-Partner bei Watson Farley & Williams in München, in einem Gastbeitrag in der Börsen-Zeitung auseinander und beantwortet sie mit: JA!
Denn laut Jansen stockt der Hochlauf von eFuels in der zivilen Wirtschaft immer wieder an fehlenden langfristigen Offtake-Agreements, da sie „Skaleneffekte verhindern und damit die Kosten im Vergleich zu fossilen Treibstoffen hochhalten. Ein klassisches Henne-Ei-Problem entsteht: Ohne Nachfrage keine Skalierung, ohne Skalierung keine wettbewerbsfähigen Preise.“
Kommentar: Leider wurde dieser Zustand aufgrund von mangelndem politischen Willen bis heute nicht entschieden aufgelöst.
Doch der Einsatz im militärischen Kontext könnte das ändern, weil hier Energie weniger „eine Preis- als eine Strategiefrage“ ist. Hinzu kommt laut Jansen: „Für zentrale militärische Einsatz-Plattformen existieren auf absehbare Zeit keine realistischen Alternativen zu flüssigen Energieträgern.“
Streitkräfte verfügen über langfristige Planungshorizonte und können dadurch verlässliche Abnahme-Zusagen machen. Diese Nachfrage kann den wirtschaftlichen Betrieb von PtX-Anlagen absichern, Skaleneffekte ermöglichen und die Kosten senken. Davon profitieren auch zivile Bereiche wie Luftfahrt, Schifffahrt und Schwerlastverkehr, die auf flüssige Energieträger angewiesen sind.
Zum Beitrag: https://www.boersen-zeitung.de/recht-kapitalmarkt/efuels-zwischen-sicherheitspolitik-und-dekarbonisierung