Rheinmetall setzt auf synthetische Kraftstoffe

Sollte die Herstellung von synthetischen Kraftstoffen nicht allein aus Versorgungsgründen beim Militär dringend gefördert werden?

Natürlich: JA!!
Denn die Augen vor der offensichtlichen Treibstoff-Versorgungslücke Europas im Kriegsfall zu schließen, bringt leider nichts!

Genau das betonte kürzlich Rheinmetall-Managerin Shena Britzen im Interview mit ntv. Dabei verwies sie darauf, dass die europäischen Treibstoffvorräte augenblicklich für nur drei Monate Krieg reichen würden und dass Kraftstoffe der „Mittelpunkt der Verteidigungsbereitschaft“ seien.

Weiter hieß es bei ntv:
„Sie (Shena Britzen) warnt im „Klima-Labor von ntv“: Ohne Kraftstoffe geht nichts. Die Vorräte für Panzer, Kampfflugzeuge, Lkw und auch Krankenhäuser wären im Kriegsfall nach wenigen Wochen aufgebraucht.“

Und warum sind synthetische Kraftstoffe die Lösung und nicht Elektromobilität?
(Shena Britzen bei ntv:) „Es gab vor einigen Jahren den Push in Richtung Elektromobilität. Das Narrativ war: Dadurch werden fossile Kraftstoffe ersetzt. Dabei spielte Wasserstoff eine Rolle, synthetische Kraftstoffe eher nicht. Die wurden als ineffizient dargestellt, weil die Konvertierung von Elektronen in Kraftstoff weniger effizient ist, als wenn man die Elektronen direkt nutzt. Aber auch Elektronen haben physikalische Grenzen: Man kann Strom aus Sonne und Wind lokal gut ernten, aber nur schwer transportieren und speichern. Ein Leopard-2-Kampfpanzer benötigt im Gefecht für einen Kilometer sieben Liter Diesel. Würde man das mit einem Elektrosystem abbilden, würde der Leopard nicht 70 Tonnen wiegen, sondern 105 Tonnen.“

Nur gut, dass „Rheinmetall deshalb ein europaweites Netzwerk von autarken Energieinseln (plant). Dort sollen Elektrolyseure von Cleantech-Unternehmen wie Sunfire aus Dresden grünen Wasserstoff erzeugen.“ (ntv)
Für die Herstellung von synthetischen Kraftstoffen!

Mal sehen, wann die Politik endlich den Stellenwert von synthetischen Kraftstoffen wirklich versteht und vernünftig zu handeln beginnt.

Wir drücken die Daumen!

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