Kann man fossile und erneuerbare Kraftstoffe eigentlich zwecks CO2-Reduzierung auch bedarfsgerecht mischen?
Natürlich JA – und genau das wird mittels einer neuen Pilotanlage im Tanklager der Exolum Mannheim gerade getan.
So können ab sofort Tankwagen in Mannheim erstmals Kraftstoffmischungen laden, die nicht nur Bioethanol enthalten, wie bei den bekannten Kraftstoffqualitäten E10 oder E5 üblich, sondern auch andere erneuerbare Komponenten wie strombasierte oder biogene Kraftstoffe – sogenannte reFuels.
Dabei mischt die Anlage die Anteile flexibel und dokumentiert die Treibhausgas-Einsparungen digital für jede Lieferung. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) begleitet den Aufbau der Anlage wissenschaftlich.
Sehr interessant für Unternehmen und Kommunen mit Fuhrparks:
Die Pilotanlage ist mit präziser Messtechnik ausgestattet und an drei Lagertanks mit verschiedenen Kraftstoffarten angeschlossen: erneuerbare, strombasierte und fossile. Die Sensoren sorgen dafür, dass jede Mischung genau nach den festgelegten Anteilen zusammengestellt wird. Eine Software berechnet für jede Lieferung die eingesparte Menge an Treibhausgasen gegenüber einer rein fossilen Abfüllung und dokumentiert die Daten in offiziellen Nachweisen. So können Unternehmen Verbesserungen ihrer Klimabilanz belegen und gesetzliche Anforderungen erfüllen. Die Bilanzierung der CO2-Reduktion bietet somit einen zusätzlichen Kaufanreiz.
Mehr dazu unter https://www.kit.edu/kit/pi_2026_2026_002_start-fuer-klimafreundliche-kraftstoffmischungen.php
Foto: Exolum Mannheim



